Kindertageseinrichtungen als Familienzentren
Integrierte Familienarbeit in Kitas
2001 entwickelte das Nürnberger Bündnis für Familien
zusammen mit dem städtischen Kindergarten Vordere Bleiweißstraße
die Konzeption für "Kitas als Orte für Familien".
Inzwischen hat sich diese Einrichtung konzeptionell weiterentwickelt
zum "Familienzentrum Bleiweiß" und weitere Kitas
sind inzwischen ebenfalls entweder "Ort für Familien"
oder "Familienzentrum".
Nach dem Motto "am Kindergarten kommt (fast) keiner vorbei",
haben Nürnberger Kitas diese Tatsache genutzt, um Eltern Raum
zu geben und ihnen ein erweitertes Angebot zur Begegnung über
verschiedene Stadt-Regionen verteilt zu bieten. Das Konzept der
Familienzentren geht noch einen Schritt weiter.
Familienzentren
erweitern das reguläre Angebot der Kindertageseinrichtung (Bildung,
Betreuung und Erziehung von Kindern) und das Angebot der Kita als
"Ort für Familien" (Begegnungsort mit offenen Angeboten
für Kinder, Eltern und Familien) um spezifische familienbezogene
Angebote (u.a. Information und Beratung durch Fachdienste) und um
die Kooperation und Vernetzung der Angebote für Familien im
Stadtteil. Damit wird die Kindertageseinrichtung zum Treffpunkt
und zur Drehscheibe für Familien mit niederschwelligen Angeboten
und Orientierungshilfen. Dieses Angebot muss regelmäßig
und verlässlich sein. Bereitgestellt wird es durch eine Kindertageseinrichtung
des Stadtteils.
Die Konzeption für die
Familienzentren in Nürnberg wurde vom Jugendamt in Zusammenarbeit
mit dem Bündnis für Familie (BfF) entwickelt. Am 27. September
2007 wurde diese dem Jugendhilfeausschuss vorgestellt.
Zur Realisierung von Familienzentren in den verschiedenen Stadtteilen
wurden neben städtischen Einrichtungen auch freie Träger
gewonnen. Der "Bereich Kindertageseinrichtungen, Häuser
für Familien und Tagespflege" des Jugendamtes ist zusammen
mit freien Trägern Projektpartner unter dem Dach des BfF.
Die Leitungen der neuen Familienzentren erhalten für diesen
Rollenwechsel in einem „Leitungscoaching“ Unterstützung.
Konzeption
Konzeption
"Kitas als Familienzentren" (PDF, 340 KB, 22 Seiten)
Gemeinsam mit Prof. Dr. Roswitha Sommer-Himmel von der Evangelischen
Hochschule wurden in einem fast 3-jährigen Prozess mit den
Leitungen der Familienzentren die Handlungsleitlinien der vorhandenen
Rahmenkonzeption überarbeitet. Der Entwurf wurde am 27.10.2011
dem Jugendhilfeausschuss vorgestellt.
Diese Rahmenkonzeption im emwe-Verlag veröffentlicht werden.
Abschlussbericht Familienzentren
Unter der Federführung von Prof. Dr. Joachim König entwickelte
das der Evangelischen Hochschule angegliederte Institut für
Praxisforschung und Evaluation - unter Einbeziehung der Leitungen
der fünf Familienzentren - Fragebögen zur Evaluation der
Wirksamkeit der speziellen Angebote für Familien in Familienzentren.
Die Ergebnisse der Elternbefragung werden dem Jugendhilfeausschuss
ebenfalls am 27.10.2011 vorgestellt.
Abschlussbericht
Familienzentren zum Download (PDF, 49 Seiten)
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