Das Projekt "Frühwarnsystem - Frühe
Hilfen für kleine Kinder"
Entscheidungen und
Umsetzungsschritte
Am 6. April 2006 beschloss der Jugendhilfeausschuss einstimmig
das geplante Frühwarnsystem für Neugeborene und Kleinkinder
in Nürnberg.
Bei den Haushaltsberatungen des Stadtrats am 23. November 2006
wurden finanzielle Mittel bewilligt, die nach einem Beschluss des
Jugendhilfeausschusses vom 5. Juli 2007 zur Finanzierung von jeweils
einer Projekt-Stelle im Gesundheitsamt und im Jugendamt zur Realisierung
eines Frühwarnsystems für Nürnberg bereitgestellt
wurden.
Beschluss des Jugendhilfeausschusses vom 5. Juli 2007 (einstimmig):
"Der Jugendhilfeausschuss beantragt, die bereits vom Stadtrat
beschlossenen Mittel in Höhe von 150.000 € im Haushalt
2007 zur Finanzierung von zwei Stellen (1 Arztstelle 30 WAS und
1 Sozialpädagogen-Stelle) und von Sachmitteln zur Realisierung
des Frühwarnsystems zur Verfügung zu stellen."
Zum Januar 2008 wurden die Stellen beim Gesundheits- und beim Jugendamt
besetzt. Beide Stellen sind bis Ende 2010 befristet.

Am 23. Oktober 2008 wurde dem gemeinsam tagenden Jugendhilfe- und
Gesundheitsausschuss das in Kooperation erarbeitete Konzept vorgelegt.
Beschluss: "Der Jugendhilfe- und der Gesundheitsausschuss beschließen
die Konzeption 'Soziales Frühwarnsystem und frühe Hilfen
für Eltern und Kinder in Nürnberg'. Die Verwaltung wird
beauftragt, die Konzeption schrittweise in den Jahren 2009 und 2010
umzusetzen. Der vorgelegte Finanzplan wird zur Umsetzung der Konzeption
begutachtet. Leistungen der Konzeption, die freie Träger erbringen
sollen, werden im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens vergeben."
Am 1.7.2009 wurde die Koordinierende Kinderschutzstelle (KoKi)
in der Reutersbrunnenstraße 34 eröffnet (siehe oben)
Handlungsprinzipien
des Konzepts sind Vernetzung und Zusammenarbeit, vorhandene
Strukturen stärken und weiterentwickeln sowie Parallelstrukturen
vermeiden, Unterstützung und Prävention vor Intervention
und Kontrolle, Sensibilisieren der Öffentlichkeit und eine
neue „Kultur des Hinsehens“ fördern, Informationen
aufbereiten und bereitstellen, Risiken frühzeitig erkennen
und neue Zugänge öffnen, ein offenes Konzept und dynamisches
System sowie Evaluation und Monitoring.
Aufgaben des
Projektteams: Vernetzung von Fachkräften der Jugendhilfe
und der Gesundheitshilfe zur frühestmöglichen Hilfe für
Kinder und Familien und Entwicklung verbindlicher Standards zum
Kinderschutz.
Beteiligte:
Zusammenarbeit zwischen Jugendamt und Gesundheitsamt in Kooperation
mit den Einrichtungen und Diensten des Gesundheitssystems, wie z.B.
Geburts- und Kinderkliniken, Gynäkologen, Hebammen und Kinderärzte.
Beschreibung, Berichte,
Konzeption:
Beschreibung
"Frühwarnsystem" (JHA, 3.5.2007) (PDF, 134 KB,
4 S.)
Bericht
(JHA , 14.2.2008) (PDF, 45 KB, 4 Seiten)
Schaubild
zur Darstellung der Partner und des Netzwerks
Konzept
Frühwarnsystem (JHA, 23.10.2008)
Material:
Vorlage
Risikoanalyse Kindeswohlgefährdung (PDF, 122 KB, 5 Seiten)
|